Die Angerer

Von Hoffnungen, Ärger und Frust

„Wenn wir Angerer das abgelaufene Jahr 2025 Revue passieren lassen, dann ist das ein Jahr der enttäuschten Hoffnungen, ein Jahr mit zermürbendem Ärger über ignorante Behörden und ein Jahr, in dem sich immer mehr Frust aufstaute,“ sagt Sprecher Max Moosbauer über den Blick der Angerer zurück auf 2025. Und:“ Dabei waren wir am Jahresbeginn mit durchaus begründeten Hoffnungen gestartet, denn die vorangegangenen Gespräche mit den Stadtratsfraktionen waren ja vielversprechend verlaufen. Doch vieles davon ist einfach im Sande verlaufen, anderes entpuppte sich als hohle Phrasen und leere Versprechungen.“

 

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Deshalb ist die Bilanz der Angerer so ernüchternd:

Gibt es Anzeichen für das Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr?

Nein, denn Polizei und das staatliche Bauamt legen sich wie eh und je quer! Beharrlich verschließt sich das Bauamt den einhelligen Beschlüssen des Stadtrats, nutzt zum Ärger aller einen Ermessensspielraum zum Nein, auch wenn alle Argumente für das Verbot sprechen. Und eine Seilschaft aus der CSU mit guten Drähten zur Regierung von Niederbayern in Landshut und ins Verkehrsministerium in München torpediert dieses Verbot auch noch nach Kräften.

Werden endlich die vom Staatl. Bauamt vorgeschobenen rechtlichen Gründe für die Ablehnung des Durchfahrtsverbots, die kein Mensch kennt, offengelegt?

Dafür wollte sich SPD-Fraktionschef Markus Sturm stark machen. Doch bis heute sind diese Gründe im Nebel des Schweigens!

 

Wird es ein Jahr lang probehalber nachts Tempo 30 am Anger geben?

Das hatte Bürgermeister Armin Dickl bei den Gesprächen vor eineinhalb Jahren vorgeschlagen. Wurde dazu etwa schon parteiübergreifend Konsens gesucht? Fehlanzeige. Da gibt es noch nicht mal einen Antrag im Stadtrat dazu! Ein Brief von den Angerern an Bürgermeister Dickl mit der Bitte um Auskunft – keine Antwort.

 

Kommt Verkehrsminister Christian Bernreiter zum Ortstermin an den Anger?

Dazu wollten von der CSU Rosemarie Weber und Prof. Waschler einladen. Trotz Nachfragen der Angerer, keine Antwort dazu.

 

„Das alles ist schon enttäuschend genug. Aber dass vielfach weder Politiker noch Verwaltung oder Behörden es für angezeigt halten, auf Anfragen zu antworten, das ist mehr als ärgerlich, so kann man mit den gesprächsbereiten, engagierten Bürgen nicht umspringen“ sagt Angerer-Sprecher Max Moosbauer. Und weiter: „Das Gerede vom Dialog mit den Bürgern, oft nichts als hohle Phrasen. Denn Dialog heißt für uns: Das Gespräch auch mal von Seiten der Politik mit uns zu suchen, eben echten Informationsaustausch. Die Realität ist, wir werden wie lästige Störenfriede behandelt, die man solange ignoriert, bis sie zermürbt aufgeben.“

Fakt ist: Jahrelang haben sich die Angerer um einen konstruktiven Dialog mit den Verantwortlichen bemüht. Vergebens. Immer wieder machte die Anwohner-Initiative durchdachte Vorschläge zur Verkehrspolitik, wie E-Mobilität in der Stadt, Umsteigezentren und das Stadt-Tunnel-Konzept. Außer freundlichem Zuspruch und Schulterklopfen ist dabei nichts auf dem Weg gebracht worden. Mit Ideen, Vorschlägen und Forderungen ins Leere zu laufen, das sorgt für erheblichen Frust – und nicht nur bei den Angerern. So beklagten auch die Aktiven von der IG Lärmschutz-Passau-West erst kürzlich, dass ihre Forderung nach Tempo 60 zwischen Strauß-Brücke und Autobahnanschluss Passau-Mitte trotz Versprechungen immer wieder im Sande verlaufen,

 

Angerer-Sprecher Max Moosbauer.

“ Unsere Dialogbereitschaft ist keine Einbahnstraße. Denn wir verstehen unter „Dialog mit dem Bürger“ einen lebendigen, respektvollen Dialog, der seinen Namen auch verdient. Aber offenbar sind wir jetzt in einer Sackgasse. Und damit ist nun der Punkt erreicht, an dem wir sagen müssen, unsere langmütige Geduld ist aufgebraucht! Gottseidank gibt es seit geraumer Zeit rechtliche Instrumente, um die notwendigen Auskünfte zu erzwingen. Aber wir hoffen, dass wir damit nicht zum Äußersten greifen müssen. Denn nach der Wahl werden im Rathaus die Karten neu gemischt. Und dann wird hoffentlich mehr gestaltet und nicht nur verwaltet!“

 

gez. Max Moosbauer – für „Die Angerer“