Die in London geborene Ndidi Dike ist eine international anerkannte britisch-nigerianische Bildhauerin und multidisziplinäre Künstlerin. „Rare Earth Rare Justice“ ist ihre erste große institutionelle Einzelausstellung in Österreich. In ihren Werken untersucht Dike die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen und vor allem das Erbe von Kolonialismus, Postkolonialismus, Fluchtmigration und globalem Kapitalismus, die die moderne Welt prägen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die fortwährende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Afrikas, insbesondere der Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo. Dike zeichnet die Verantwortung der Rohstoffindustrien für Umweltschäden, Klimawandel, Vertreibung und Konflikte um Bodenschätze nach und deckt auf, wie die weltweite Nachfrage nach Technologie mittels systemischer Gewalt und Plünderung befriedigt wird.