Markus Hoffmann erhält den Kulturpreis für Bildende Kunst 2026

Die Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung würdigt mit ihrer Auszeichnung einen Künstler, der in seinen Arbeiten Zeit, Raum und Erinnerung immer wieder neu befragt

Mit Markus Hoffmann zeichnet die Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung 2026 einen Künstler aus, dessen Werk sich konsequent zwischen den Disziplinen bewegt und dabei immer wieder neue Perspektiven auf Zeit, Raum und Erinnerung eröffnet. Der Kulturpreis für Bildende Kunst ist mit 15.000 Euro dotiert und umfasst außerdem eine Einzelausstellung im Weytterturm in Straubing. Die Preisverleihung mit Vernissage findet am Freitag, 26. Juni 2026, statt.

Hoffmanns künstlerisches Schaffen ist geprägt von einer beeindruckenden Bandbreite an Ausdrucksformen: von konzeptueller Fotografie über zeitbasierte Skulpturen bis hin zu installativen Eingriffen in den Raum. Gerade diese Offenheit macht sein Werk so markant. Charakteristisch ist die Verbindung von wissenschaftlichem und künstlerischem Denken, mit der Hoffmann Fragen nach Zeit und Ort, nach persönlicher Geschichte und nach Erinnerung verhandelt. So entstehen Arbeiten, die ebenso präzise wie reflektiert und ästhetisch eindringlich sind.

Die Jury würdigt insbesondere die Kontinuität und Eigenständigkeit seines Schaffens. In ihrer Begründung heißt es: „Seine kontinuierliche Weiterentwicklung und die konsequente Vertiefung seines transdisziplinären Ansatzes machen ihn zu einer herausragenden künstlerischen Position der Gegenwart.“

Wer sich selbst ein Bild von Hoffmanns Werk machen möchte, erhält dazu unmittelbar nach der Preisverleihung Gelegenheit: Vom 27. Juni bis 2. August 2026 präsentiert die Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung Arbeiten des Preisträgers im Weytterturm Straubing.

Der Kulturpreis für Bildende Kunst ist das Hauptprojekt der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung. Entsprechend ihrer Satzung fördert sie Malerei und weitere Formen der Bildenden Kunst in der Stadt Straubing und im Raum Niederbayern. Aus den eingereichten Bewerbungen wählt eine Jury den Preisträger oder die Preisträgerin aus. Vertreten sind darin die Gemeinschaft bildender Künstler Straubing, der Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern sowie die Stadt Straubing.

So bleibt der Preis bewusst in der Region verankert — ganz im Sinne der Stifter, denen die nachhaltige Förderung der Bildenden Kunst in ihrer Heimat ein besonderes Anliegen war. Die Entscheidung für Markus Hoffmann unterstreicht diesen Anspruch auf eindrucksvolle Weise: Sie ehrt nicht nur eine eigenständige künstlerische Handschrift, sondern setzt zugleich ein starkes Zeichen für die Relevanz zeitgenössischer Kunst in Niederbayern.