Wie dominiert man Gustav Klimt? Das war eine der ersten Fragen, die Reba Maybury sich bei der Vorbereitung ihrer Ausstellung „I Come in Peace“ stellte. Maybury ist eine Künstlerin, Autorin und politische Domina, deren transdisziplinäre Praxis die Schnittstellen von Feminismus, Sexualität, Arbeit und Macht hinterfragt. In ihrer Tätigkeit unter dem Pseudonym Mistress Rebecca bricht Maybury patriarchalische Strukturen und kapitalistische Begierden auf, oft, indem sie die konventionelle Dynamik von Dominanz und Unterwerfung untergräbt. Ihre Ausstellung erstreckt sich über vier Schauplätze – die Fassade des Gebäudes, das Foyer, das Grafische Kabinett im Obergeschoss und den Raum des Beethovenfrieses. Die Künstlerin entwarf ein Projekt, das auf den Ort eingeht, nicht nur mittels architektonischer Eingriffe, sondern auch in seiner Auseinandersetzung mit der Geschichte der Institution.