Die Stadtgalerie im Stadtmuseum Deggendorf zeigt mit „Einwegrealismus“ neue Arbeiten des Berliner Künstlers Andrei Krioukov. In großformatigen Öl- und Acrylgemälden im Pop-Art-Stil verwandelt er scheinbar wertlose Einwegprodukte in prägnante Bildikonen. Ausgangspunkt ist oft eine plattgedrückte Getränkedose: Mit nahezu fotografischer Genauigkeit wird aus dem Wegwerfobjekt ein individuelles „Porträt“, das den Blick auf Details lenkt, die im Alltag meist übersehen werden.
Charakteristisch für Krioukovs Arbeiten sind die illusionistische Tiefenwirkung sowie das präzise Zusammenspiel von Bild und Schrift. Typografische Elemente dienen dabei nicht nur der Gestaltung, sondern tragen eine eigene inhaltliche Ebene. So entstehen Werke, die entschleunigen, irritieren und zugleich dazu einladen, über Konsum, Wert und Vergänglichkeit nachzudenken.