Gunter Demnig (Foto: Steindy)
Seit 2015 erinnern in Passau vierzehn Stolpersteine an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, deren Leben durch Verfolgung, Entrechtung und Gewalt zerstört wurde.
Diese kleinen Zeichen im öffentlichen Raum stehen für Erinnerung, für Würde – und für die Verantwortung, Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Am 19. Februar 2026 werden in Passau zwei weitere Stolpersteine verlegt
Willi Heckmann lebte und musizierte in Passau, bevor er als homosexueller Mann acht Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert war. Sein Schicksal steht exemplarisch für eine Opfergruppe, deren Leid lange kaum Beachtung fand. Der Stolperstein für ihn wird in der Roßtränke 9 verlegt. Bereits am Vorabend, 18. Februar um 20 Uhr, wird im Scharfrichterkino der Film „Klänge des Verschweigens“ gezeigt. Anwesend sein wird der Regisseur Klaus Stanjek, Neffe von Willi Heckmann.
Adelgunde Dölzer wurde Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Nach Jahren in den Heilanstalten Mainkofen und Regensburg wurde sie in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Ihr Stolperstein wird in der Lederergasse 33 gesetzt.
Die öffentliche Gedenkveranstaltung findet am 19. Februar ab 11 Uhr im Saal St. Valentin am Domplatz statt. Es sprechen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Passau, Angehörige sowie Dr. Winfried Helm. Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain.
Anmeldung erbeten unter info@sjr-passau.de