© Nicole Schaller
Der Lyriker Friedrich Hirschl liest aus seinen zuletzt erschienenen Büchern „Stilles Theater“ und „Ein Rest von Blau“ anlässlich seines 70. Geburtstags Die Beobachtung der Umwelt, der Natur könnte man als Lebensthema des Passauer Lyrikers Friedrich Hirschl bezeichnen. In „Stilles Theater“ (lichtung verlag) ist die Natur das beherrschende Thema. In einem „stillen Theater“ zeigt sie Bilder und Szenen, die Friedrich Hirschl mit leicht gezeichneten Metaphern in Sprache übersetzt. Die Natur kann ihre ganze Macht entfesseln und ihre dramatischen Register ziehen wie ein Schauspieler – um danach wieder auf Distanz zu dem Geschehenen zu gehen wie ein Regisseur. In „Ein Rest von Blau“ (lichtung verlag) begibt sich Hirschls lyrisches Ich auf Streifzüge durch die Häuserschluchten der Stadt, nimmt die Landschaft vom Zug aus wahr oder spaziert zu Tag- und Nachtzeiten am Fluss entlang und an Kneipen vorbei. Auch als Wanderer in der Natur bewegt es sich, bemerkt die Spielereien des Windes, die Kraft der Natur.