© Peter Litvai
Gedichte über die Liebe sind uns bereits aus der Antike überliefert. Das Salomon zugeschriebene „Hohelied“ ist mindestens zweieinhalbtausend Jahre alt, Sapphos unsterbliche Werke entstanden sogar noch davor. Die mittelalterlichen Minnesänger rangen um Worte für das schönste aller Gefühle, das alle Menschen gleich und doch ganz individuell empfinden; Barockdichterinnen und -dichter wie Sibylla Schwarz oder Hoffmannvon Hoffmannswaldau ebenso wie die Schwärmer der Romantik und die Pragmatiker des 20. Jahrhunderts. Und auch zeitgenössische Autorinnen und Autoren sehen nach wie vor genügend Anlass, die Liebe zum Thema ihrer Lyrik zu machen. Das Ensemble liest von erfüllter, vergangener und enttäuschter Liebe, folgt Spuren der Erotik und Sexualität durch die Zeitläufe und findet vielleicht sogar Zeugnis von queerem Leben schon zu Zeiten unserer Ahnen.