Donaustädte wollen Zusammenarbeit neu ausrichten

Oberbürgermeister aus Regensburg, Straubing, Deggendorf und Passau beraten über flexiblere Kooperation und gemeinsame Zukunftsthemen

Die Städte Regensburg, Straubing, Deggendorf und Passau entwickeln ihre seit über 30 Jahren bestehende Zusammenarbeit stetig weiter. Beim traditionellen Treffen der Oberbürgermeister der Wirtschaftsregion Donaustädte auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest diskutierten die politischen Spitzen und Wirtschaftsförderungen über eine künftig flexiblere und noch stärker projektbezogene Ausrichtung der Arbeitsgemeinschaft.

Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr betonte die Bedeutung des seit 1995 gewachsenen Netzwerks mit kurzen Abstimmungswegen und großem gegenseitigem Vertrauen. Trotz veränderter wirtschaftlicher und kommunaler Rahmenbedingungen bleibe das Ziel unverändert: den Wirtschaftsraum entlang der Donau zu stärken, Wissen auszutauschen und gemeinsame Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.

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Rückblickend stellte die aktuell geschäftsführende Stadt Deggendorf zahlreiche gemeinsame Aktivitäten vor, darunter Projekte in den Bereichen MINT-Förderung, Klimaschutz, Innenstadtentwicklung, Smart City sowie zur Stärkung regionaler Venture-Capital-Strukturen.
Die Berichte aus den vier Städten zeigten deutlich, dass viele Herausforderungen ähnlich gelagert sind. Im Fokus standen insbesondere die klimaangepasste Innenstadtentwicklung, Digitalisierung, Innovation sowie die stärkere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Oberbürgermeister Dr. Christian Moser stellte zentrale Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte, moderne Veranstaltungsformate sowie den Medizincampus Niederbayern vor. Zudem spiele die klimatische Aufwertung der Innenstadt eine wichtige Rolle.

Ein Schwerpunkt des Treffens war eine gemeinsame SWOT-Analyse zur Zukunft der Arbeitsgemeinschaft. Als besondere Stärken wurden das langjährig gewachsene Netzwerk, der Wissenstransfer sowie die hohe Flexibilität der Zusammenarbeit hervorgehoben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Arbeitsgemeinschaft ihre Rolle und Zielsetzung künftig noch stärker schärfen sollte.

Große Chancen sehen die Donaustädte in gemeinsamen Pilotprojekten und einem erweiterten Zukunftsnetzwerk für Ostbayern Oberbürgermeister Dr. Christian Moser betonte dabei insbesondere die Offenheit der Zusammenarbeit: „Unsere soliden Netzwerkstrukturen mit dem starken Kern der vier Städte bieten hervorragende Voraussetzungen für ein flexibles Andocken weiterer Partner.“

Einigkeit bestand darüber, den engen Austausch fortzusetzen und die Zusammenarbeit künftig stärker auf konkrete Zukunftsthemen, messbaren Nutzen und flexible Projektpartnerschaften auszurichten. Die Wirtschaftsförderungen der beteiligten Städte werden die Ergebnisse nun weiter vertiefen und Vorschläge für die künftige Ausgestaltung der Kooperation erarbeiten.