Mit der Ausstellung „Lisas Fotostudio“ von Lisa Großkopf geht das 20gerhaus Ried in die zweite Runde seines 20-jährigen Jubiläums. Die Künstlerin verwandelt die Schaufenster und Innenräume des 20gerhauses in ein Fotostudio der anderen Art. Aus einer kritisch-feministischen Perspektive hinterfragt sie Normen der Gegenwart, indem sie in ihrem fiktiven Studio queere Bildwelten entwirft und damit gängige Vorstellungen von Geschlechterrollen unterläuft.
In ihren Installationen lassen sich systemkritische Lebensentwürfe, pluralistische Beziehungsformen und nicht-binäre Geschlechtsidentitäten entdecken. Herkömmliche Fotostudios transportieren oft ein konservatives Familienideal und tradierte Rollenbilder. Dem setzt Großkopf die zunehmende Vielfalt von Familienstrukturen entgegen und eröffnet eine Diskussion über die Demontage geschlechtsspezifischer Zuschreibungen.