ÖPNV-Vorschläge

Ausgangspunkt für weiteren Beteiligungsprozess

Die vorgestellten Überlegungen zur Weiterentwicklung und Optimierung des Passauer ÖPNV sind bereits auf vielfaches Interesse gestoßen. Der Stadt Passau und der SWP GmbH ist dabei wichtig, noch einmal zu verdeutlichen, dass diese ausdrücklich als Grundlage für den weiteren Austausch mit der Stadtgesellschaft zu verstehen sind.Die derzeit diskutierten Maßnahmen sind noch keine beschlossenen Änderungen des ÖPNV-Angebots. Bevor konkrete Entscheidungen getroffen werden, wird zunächst eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden.

 

Anzeige

Oberbürgermeister Andreas Rother

„Die Diskussion der vergangenen Tage hat gezeigt, wie groß das Interesse am ÖPNV in unserer Stadt ist. Wir nehmen die zahlreichen Rückmeldungen sehr ernst.

Deshalb möchte ich ausdrücklich klarstellen: Was bisher vorgestellt wurde, ist ein erster Aufschlag und keine fertige Entscheidung. Es geht jetzt darum, die Vorschläge gemeinsam zu diskutieren, kritisch zu hinterfragen und auch weitere Möglichkeiten zu betrachten.

Für die vielen Anregungen, die uns bereits auf ganz unterschiedliche Weise erreicht haben, möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Sie sind ein wichtiger Beitrag für die weitere Diskussion und zeigen zugleich, wie vielfältig die Anforderungen an einen guten und verlässlichen ÖPNV sind.

Genau deshalb ist der nun anstehende Beteiligungsprozess so wichtig. Wir wollen zuhören, Argumente abwägen und die Erfahrungen der Menschen, die täglich mit Bus und ÖPNV unterwegs sind, in die weiteren Überlegungen einbeziehen. Ich freue mich auf diesen Austausch und bin überzeugt, dass der Beteiligungsprozess noch viele wertvolle Ergebnisse hervorbringen wird.“

 

Ziel des Konzepts

Die Stadt hatte die gemeinsam von der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau mbH (VBP) und ioki erarbeiteten Überlegungen zuletzt öffentlich vorgestellt. Ziel des Konzepts ist es, den ÖPNV auch unter den bestehenden finanziellen Herausforderungen langfristig tragfähig aufzustellen. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Anpassungen des Linien- und Taktangebots sowie der verstärkte Einsatz von bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten.

Ein wichtiger Anspruch bei allen weiteren Überlegungen ist, dass niemand vom ÖPNV abgehängt wird. Auch wenn angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen Einsparungen notwendig sind, soll das Angebot dort, wo Menschen auf den ÖPNV angewiesen sind, möglichst verlässlich erhalten bleiben. Deshalb wird zugleich geprüft, wie sich Verkehre intelligenter und bedarfsgerechter organisieren lassen.

Gerade On-Demand-Angebote (Bus auf Abruf) können dabei eine wichtige Rolle spielen: Statt Busse unabhängig von der tatsächlichen Nachfrage fahren zu lassen, wird das Angebot flexibler an den konkreten Bedarf angepasst. So können vorhandene Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

 

Bürgerinnen und Bürger sollen sich einbringen

Bereits ab nächster Woche haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich ausführlich mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und eigene Anregungen einzubringen. Spätestens ab 13.10. steht der Entwurf mit allen Linienverbindungen online zur Verfügung, so dass sich jede/r Interessierte konkret informieren kann.

An diesem Tag startet auch die erste Informationsveranstaltung zu dem Thema.

Die Termine gestalten sich wie folgt:
  • 13.10.26 Pfarrheim St. Peter
  • 23.10.26 Gasthaus Auer
  • 05.11.26 Gasthaus Aschenberger
  • 11.11.26 Festsaal Gymnasium Freudenhain
  • 17.11.26 Großer Redoutensaal

(jeweils 19 Uhr; es erfolgen noch rechtzeitig vorher Einladungen über die Medien und Internetkanäle)

Im Rahmen der einzelnen Veranstaltungen werden federführend die Auswirkungen für den jeweiligen Stadtteil diskutiert. Die Rückmeldungen aus der Beteiligung werden anschließend ausgewertet und fließen in die weiteren Beratungen ein. Erst auf dieser Grundlage soll über mögliche Veränderungen des ÖPNV-Angebots entschieden werden.

Damit soll der jetzt angestoßene Prozess ausdrücklich mehr sein als eine Information über bereits feststehende Maßnahmen: Die vorgestellten Vorschläge bilden den Ausgangspunkt für einen offenen Dialog darüber, wie der ÖPNV in Passau künftig zuverlässig, bedarfsgerecht und zugleich finanziell tragfähig gestaltet werden kann.

 

Die nächsten Schritte auf einen Blick

  • Geplante Einsparung: rd. 3 Mio. Euro Betriebskosten und bis zu 12 Busse
  • 10 % der Fahrgäste direkt betroffen, 99 % der Wege weiterhin mit ÖPNVAnbindung
  • Fünf Informationsversammlungen für Bürgerinnen und Bürger: 13.10., 23.10., 05.11., 11.11., 17.11., jeweils 19 Uhr
  • Online-Beteiligungsplattform und analoge Beteiligung
  • Ergebnisdarstellung nach Abschluss der Beteiligung, im Anschluss
  • Stadtratsbeschluss
  • Real-Labor mit E-Kleinfahrzeugen als separat finanziertes Innovationsprojekt