Ton Koopman, Doyen der Alten Musik, spielt am Freitag den 9. Oktober um 19.30 Uhr im Rahmen des XXIII. Internationalen Orgelfestivals an der Nelsonorgel Schärding 2026 in der Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder ein Orgelkonzert – mitwirkend ist auch seine Frau Tini Mathot.
Ton Koopman wurde 1944 in Zwolle geboren. Er schloss sein Studium in den Fächern Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft mit dem Prix d’Excellence ab. Von Beginn an standen historische Instrumente und die authentische Aufführungspraxis im Mittelpunkt seiner Arbeit, die sich vor allem auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts konzentriert.
Koopman gilt heute weltweit als unbestrittene Autorität auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis im Allgemeinen und des Werks von J. S. Bach im Besonderen, und das seit über sechzig Jahren. Er gehört mit Gustav Leonhardt und Nikolaus Harnoncourt zu den bedeutendsten Pionieren der historischen Aufführungspraxis, die in den 1960er und 1970er Jahren noch ein Nischenbereich der klassischen Musik war. Ton Koopman trug zu einer Umkehrung dieser Situation bei, als er 1979 das Amsterdam Baroque Orchestra gründete. Mit diesem Orchester und dem 1992 gegründeten Amsterdam Baroque Choir veränderte er die Art und Weise, in der die Musik von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurde. Ton Koopman war an allen bedeutenden Konzerthäusern und Festivals der Welt zu Gast. Über 400 Einspielungen dokumentieren seine umfangreiche Tätigkeit. Sein wohl umfassendstes und mehrfach ausgezeichnetes Projekt war die Gesamtaufnahme aller Kantaten von J. S. Bach. Ton Koopman ist Präsident der Internationalen Dieterich Buxtehude Society, emeritierter Professor der Universität Leiden, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, künstlerischer Leiter des Festivals Itinéraire Baroque und seit 2019 Präsident des Bach-Archivs Leipzig.