© Sebastiano Lavermicocca
Der aus Bari, Apulien, stammende Pianist Pierluigi Camicia hatte gleich zwei herausragende Mentoren, den italienischen Pianisten Aldo Ciccolini und den Komponisten Nino Rota, der ihn 1973 an die Musikhochschule von Bari berief. Seine pianistische Karriere begann nach Auszeichnungen bei renommierten nationalen und internationalen Wettbewerben und einer Tournee durch die USA. Von Anfang an genoss er die Bewunderung und Wertschätzung von Künstlern wie Rostropowitsch, Ferrara und Ciccolini.
Neben seiner Konzerttätigkeit spielte er Werke von Chopin, Giuliani, Rota, Grieg, Brahms, Franck, Fauré, Mussorgsky, Skrjabin, Tschaikowsky und Van Westerhout ein. Von Kritikern und Publikum hochgelobt, arbeitet Pierluigi Camicia als Kammermusiker und Liedbegleiter ebenso wie als Solist mit renommierten Orchestern und Dirigenten zusammen, wurde wiederholt als Juror zu internationalen Klavierwettbewerben in Italien, China und Polen eingeladen und konzertierte u. a. in der Mailänder Scala, der Carnegie Hall in New York, dem Oriental Art Center in Shanghai, dem Teatro La Fenice in Venedig sowie regelmäßig in Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich und Polen. Neben seinen bisher über tausend Konzerten unterrichtet er auch: Er war Direktor des Tito-Sphipa-Konservatoriums in Lecce und gründete die Aldo-Ciccolini-Klavierakademie in Trani, wo er seit 2016 als Vizepräsident tätig ist, und er gab und gibt Meisterklassen für Klavier und Kammermusik.
In Deggendorf wird er ein Programm mit Werken von Beethoven, Schumann und Chopin präsentieren: eine Geschichte des Klaviers und des Klavierspielens.