Pfingsten im Freilichtmuseum Finsterau

Pfingsten voller Genuss, Handwerk und Frühlingsduft

Mit kunterbunten und gesunden Angeboten kann man im Freilichtmuseum Finsterau den Pfingstsonntag verbringen. Ab 10 Uhr findet man an den Ständen des Pfingstmarktes vielerlei Handwerkswaren wie schmucke Keramik, nützliche Holzprodukte, kunstvoll Gestricktes oder Accessoires aus Filz. Außerdem viel Kulinarisches. So zum Beispiel hausgemachte Marmeladen, Essige und Öle, sowie Tees und Gewürze. Hier und dort duftet es im Museum nach frischem Pfingstgebäck und ofenwarmen Bauernbrot. Und wenn das Wetter mitmacht, servieren das Museumswirtshaus und -Café ihre Leckereien unter freiem Himmel.

Passend zur Jahreszeit gibt es an diesem Markttag auch ein reichhaltiges Angebot rund um Kräuter. Topfpflanzen machen Lust, sich den Frühling nach Hause zu holen. Heimische Kräuterprodukte peppen die Frühjahrskur auf. Und bei einer Kräuterführung um 11 Uhr durch die Bauerngärten bekommt man viele Tipps für den eigenen Garten oder den Balkon. Für Kinder gibt es die Gelegenheit, unter Anleitung Frühlingshaftes zu basteln und es gibt kleine Kräuterzelten aus dem Steinbackofen.

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Gleich am Pfingstmontag geht’s weiter mit der beliebten Veranstaltungsreihe „Traditionelles Handwerk“.

Von 13 bis 16 Uhr wird am ganzen Museumsgelände gehämmert, geschnitzt, gebunden und geklopft. In der Dorfschmiede schwingt der Schmied seinen Hammer überm Amboss und formt scheinbar unbeugsames Eisen zu Türbeschlägen, Ketten und Hufeisen.

Wie man den Steinbackofen bestückt, um darin knuspriges Holzofenbrot zu backen, kann man am sowohl am Sonntag als auch am Montag verfolgen.  Die Bäckerinnen kneten zuvor den Teig für die Bauernbrote in einem großen Holztrog. Direkt aus dem Ofen kommend, werden die warmen Brotlaibe an die Besucher verkauft.

Auch der Rechenmacher werkelt am Kappl-Hof und zeigt, worauf es bei dieser feinen Arbeit ankommt. Gerne erklärt er den Besuchern, aus welchen verschiedenen Hölzern ein einziger Rechen gefertigt wird. Wohlduftende Lebkuchen werden mit ruhiger Hand kunstvoll verziert.

Gleich im Nachbargebäude werden Schafwolle und Flachs zu Garn versponnen. Die Waldschafe sehen dabei neugierig über den Zaun.

In der Stube des Kappl-Hofs findet man Ingrid Grimbs – sie beherrscht die Kunst des Kreuzstichs und bestickt damit kunstvoll feines Leinen.

Andrea Schuster-Haselberger „teilt“ sich mit Heidi Schlögl den Tanzerhof. Hier entsteht schöne Deko wie Blumen oder auch warme Pantoffeln für den nächsten Winter und feine Stoffe, Tücher oder Karten werden mit der Technik des Stoffdrucks zu Unikaten veredelt.

Vortrag: Nachhaltiges Bauen

An diesem Montag kann man auch eintauchen in die Welt der Naturbaustoffe.  Lehm- und Kalkputz – früher in jedem Hof zu finden – gewinnen wieder mehr und mehr an Bedeutung. Nachhaltig, wohngesund und zeitlos schön. Was früher selbstverständlich war, wird heute wieder hochaktuell. Viele traditionelle Baustoffe wurden über Jahrhunderte genutzt, bevor sie von industriellen Materialien verdrängt wurden. Heute entdecken immer mehr Menschen ihre Vorteile wieder – insbesondere Lehm und Kalk. Bei einem Vortrag um 11 Uhr erfahren interessierte Besucher, warum diese Materialien heute eine wichtige Rolle im ökologischen und wohngesunden Bauen spielen.

Themen des Vortrags:

Warum traditionelle Baustoffe heute wieder gefragt sind

Eigenschaften und Vorteile von Lehm- und Kalkbaustoffen

Einfluss auf Raumklima und Wohngesundheit

Nachhaltigkeit und regionale Baustoffe

Einsatzmöglichkeiten im Neubau und in der Sanierung

 

Der Vortrag richtet sich an Bauherren, Planer, Handwerker und alle Interessierten, die mehr über nachhaltige Bauweisen erfahren möchten.
Man erhält einen verständlichen Überblick darüber, wie traditionelle Baustoffe und moderne Bauweise miteinander kombiniert werden können, um gesunde und langlebige Gebäude zu schaffen.

Der Vortrag findet im Medienraum statt und ist im Eintrittspreis inklusive.

Fürs leibliche Wohl sorgen die weithin bekannte Tafernwirtschaft „Ehrn“ und das Café Heimat.