Shiri Coneh spielt Solo
Gitarrenkunst auf Weltniveau: Das Internationale Gitarrenfestival „Passauer Saiten“ 2026
Vom 28. Februar bis zum 15. März 2026 verwandelt sich die Dreiflüssestadt erneut in ein Zentrum der internationalen Gitarrenszene. Das Festival Passauer Saiten lädt zu einer musikalischen Reise ein, die von barocker Pracht über virtuose Klassik bis hin zu modernem Jazz und Weltmusik reicht.
Den feierlichen Auftakt bildet am Samstag, den 28. Februar, das Eröffnungskonzert im Kloster Niedernburg. Die künstlerischen Leiter Jürgen Schwenkglenks und Yvonne Zehner präsentieren gemeinsam mit dem preisgekrönten Jade Quartett (Asien/Deutschland) den Facettenreichtum des Repertoires für Gitarre und Streichquartett. Das Programm vereint die asiatisch-iberische Poesie Jing Pengs mit der argentinischen Romantik Carlos Guastavinos.
Am Sonntag, den 1. März, wechselt das Ambiente ins Café Museum, wo der mehrfach ausgezeichnete Jazzgitarrist Philipp Schiepek sein Programm „Saitenglück“ vorstellt. Schiepek, Professor an der HMT München, spannt einen weiten Bogen von der klassischen Konzertgitarre bis hin zur eleganten E-Gitarre und lässt Werke von Bach und Villa-Lobos in völlig neuem Licht erscheinen.
Das erste Mittagskonzert am Donnerstag, den 5. März, in der St. Anna Kapelle bestreitet Felipe Sauvageon. Geprägt von seinen Wurzeln in der Provence und dem Einfluss der Gipsy Kings, entführt er das Publikum mit Flamenco, Rumba Catalana und Chanson Gitane in die Welt der mediterranen Lebensfreude.
Am Freitag, den 6. März, bringt das Duo DUsul (Eudoro Grade & Luis Coelho) im Café Museum den „Sound of Portugal“ nach Passau. Die seltene Synergie von klassischer und portugiesischer Gitarre, inspiriert durch das kulturelle Erbe des Komponisten Carlos Paredes, lässt klangvolle Geschichten aus dem Süden entstehen.
Das zweite Wochenende steht im Zeichen internationaler Solisten: Am Samstag, den 7. März, gastiert der international renommierte Virtuose Tal Hurwitz (Gitarre) im Café Museum. Sein Spiel zeichnet sich durch technische Brillanz und ein tiefes Streben nach ästhetischer Schönheit aus. Am Sonntag, den 8. März, folgt im Museum Moderner Kunst ein Rezital von Shiri Coneh. Die israelische Preisträgerin setzt in ihrem Programm bedeutende Komponistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts in einen spannenden Dialog mit ihren männlichen Kollegen.
Der 12. März bietet gleich zwei Höhepunkte: Mittags präsentiert das Duo „Chords & Lines“ (Daniel Wildner & Dorian Gollis) in der St. Anna Kapelle modernen Jazz mit viel Raum für spontane Interaktion. Abends treffen in der Heilig-Geist Kirche zwei Ausnahmemusiker aufeinander: Die Cellistin Anja Lechner und der Gitarrist Pablo Márquez (beide ECM-Künstler) verbinden Barock, Moderne und Iberoamerika zu einem poetischen Dialog von großer emotionaler Tiefe.
Gegen Ende des Festivals am Samstag, den 14. März, lädt das Duo Matthew McAllister & Matthew Cochran in die Heilig-Geist Kirche ein. Ihr Album „Pale Blue Dot“ ist eine Hommage an Carl Sagan und verbindet klassische Meisterschaft mit Musik von Hans Zimmer oder Pat Metheny.
Den krönenden Abschluss bildet am Sonntag, den 15. März, das Ensemble Gioco di Salterio in der Redoute. Birgit Stolzenburg und Hans Brüderl lassen auf historischen Instrumenten wie Salterio, Hackbrett und Theorbe die Klangwelten von Mittelalter bis Barock mit improvisatorischer Leichtigkeit neu auferstehen.