(c) Sebastian Hoffmann
Der erste Theatertext von Bernard-Marie Koltès ist ein abgründiger Monolog, der den französischen Dramatiker 1977 mit einem Schlag berühmt machte. Er zeigt einen getriebenen Menschen auf der Suche nach menschlicher Nähe.
Ein junger Mann streift in einer regnerischen Nacht durch die Straßen. Man erfährt nicht seinen Namen. Nur, dass er ein Fremder ist. Einer, der nicht hingehörte, wo er lebte. Immer wieder verjagt und heimatlos begibt er sich auf die Suche nach einem Unterschlupf oder einem Gesprächspartner. Um zu reden, und um endlich einmal still stehen zu können. Besessen von seinen Wünschen und Begierden entwickelt er die Vision eines Zusammenschlusses aller Benachteiligten. Ein furioser Monolog eines Suchenden, ein atemloser Streifzug durch die Abgründe moderner Großstadtwelten.
Regisseur Norman Stehr sieht den Text „als Kammerschauspiel, in dem es neben der Getriebenheit und Flucht des Protagonisten auch um das Prinzip Hoffnung und den Kern unser aller Existenz „Ich bin!“ geht.“
Intendantin Elke Schwab-Lohr unterstreicht diesen Gedanken: „Weder Schauspieler noch Publikum entkommen dieser Nähe, die für beide Seiten eine große Herausforderung darstellt. Das Bühnenbild von Barbara Fischbacher schafft zudem die notwendige kühle, beklemmende Atmosphäre. Definitiv kein Stück mit Wohlfühlcharakter. Ich bin immer wieder von Neuem beeindruckt und begeistert, was an diesem, unserem Theater in einem großartigen Team entsteht.“
Premiere: Do, 23.4.2026 (ausverkauft)
Weitere Termine: Sa, 25.4., So, 26.4., Sa, 2.5. und So, 3.5.2026
Beginn: Do und Sa, 19.30 Uhr, So, 17.00 Uhr
Treffpunkt Theatercafé: kurze Einführung vor der Vorstellung
Mit: Eduard Zhukov
Regie: Norman Stehr
Ausstattung: Barbara Fischbacher
Technik: Christian Etzelsbeck
Karten unter: Tel.: 08721/126898-0 oder info@theater-an-der-rott.de