Mit „TRACING CONDITIONS“ widmet das Museum Angerlehner der oberösterreichischen Künstlerin Inga Hehn erstmals eine umfassende museale Einzelausstellung. Hehn zählt zu den profilierten Positionen zeitgenössischer Grafik in Österreich und versteht Zeichnung und Druckgrafik nicht allein als Mittel der Darstellung, sondern als Räume von Prozess, Spur und Erfahrung.
Ihr Werk reicht von feinlinigen Tuschezeichnungen über Lithografie und Marmorierungen bis hin zu experimentellen Verfahren, bei denen auch der eigene Körper zum zeichnerischen Instrument wird. Material, Technik, Zufall und Kontrolle greifen dabei unmittelbar ineinander. Eine besondere Rolle spielt der leere Raum: Das Weiß des Blattes wird zum aktiven Bestandteil der Komposition und bestimmt Rhythmus, Verdichtung und Wirkung der Linien.
Die Ausstellung zeigt Grafik als offenes Feld des Denkens und Wahrnehmens und macht sichtbar, wie bildnerische Zustände entstehen, sich verändern und wieder entziehen. Die Eröffnung findet am 12. September um 15 Uhr im Museum Angerlehner in Wels statt.