Postdancedays 2026

Linzer Tanztage vom 27. bis 30. April 2026 im Posthof Linz

Die postdancingdays26 verwandeln dafür sämtliche Bühnen des Hauses in Ereignisräume für vielfältige Tanzformen – mit besonderem Fokus auf urbanen, zeitgenössischen Tanz.

Urban Arts Ensemble

Mit der Auftaktproduktion CRACKS des Urban Arts Ensemble Ruhr unter Rauf Yasit („RubberLegz“) setzt das viertägige Festival am 27. April einen intensiven Start in eine geballte Festivalwoche. In diesem emotionalen Tanztheaterstück begibt sich der in Los Angeles lebende Choreograf und Tänzer auf Spurensuche, blickt auf Kindheitserlebnisse zurück und lässt Gegenwart und Vergangenheit in einem spannungsgeladenen Dialog treten. Basis der radikalen, poetischen Bewegungssprache sind dabei migrantische, hiphop-kulturelle und Erfahrungen aus dem Exil.

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PANOPTICON

Am 28. April erwartet die Besucher:innen neben einer Weltpremiere auch eine international preisgekrönte Performance: In PANOPTICON erforscht die mehrfach ausgezeichnete griechische Performerin Vasiliki Papapostolou alias „Tarantism“ den inneren Konflikt zwischen dem Ich, dem Über-Ich und dem Unterbewussten. Dabei werden die Spannungen zwischen Ordnung und Chaos sowie das Verlangen nach Kontrolle über ein freies Leben hervorgehoben. Die Figur ringt mit dem Paradox, sichtbar sein zu wollen, sich aber gleichzeitig unsichtbar zu fühlen – sie agiert für andere und hinterfragt ihre eigene Identität.

Das zweite Stück des Abends zeigt eine neue, frische Auseinandersetzung mit dem legendären Werk Igor Strawinskys, dessen Choreografie und Musik die Tanzwelt existenziell beeinflusst haben. In ZWEI GEGEN SACRE begegnen sich zwei der momentan stärksten und prägendsten Persönlichkeiten der europäischen urbanen Tanzwelt: Kalli Tarasidou und Christian „Robozee“ Zacharas zählen zur Spitze ihres Fachs, beide verfügen über eine unverwechselbare, tief in der HipHop-Kultur verwurzelte Tanzsprache – und gleichzeitig über ein künstlerisches Spektrum, das weit über Street Styles hinausreicht. Weltpremiere!

 

FLOOR ON FIRE

Passend zur postindustriellen Identität der Stadt Linz und der Lage des Posthofs im Hafen bieten die postdancingdays26 am 29. April ein vielseitiges Programm, das zudem lokale und internationale Künstler:innen vereint: Der internationale Tag des Tanzes präsentiert dafür eine neue Version des erfolgreichen Formats FLOOR ON FIRE im großen Posthof-Saal. HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden – präsentiert diese Spielart, bei der vier Teams mit jeweils vier Tänzer:innen in einem Wettstreit gegen- und miteinander antreten. Am Ende entscheidet eine hochkarätige Jury mit Publikumsbeteiligung über das beste Team. Neben der legendären Breakdance-Gruppe The Saxonz werden auch die lokale urbane Linzer Upstanding-Szene sowie ein Team des Tanz.Linz-Ensembles des Musiktheaters vertreten sein.

 

ALBUM

Das Highlight am letzten Festivaltag vereint Musik und Tanz in einer poetischen, einfühlsamen und intensiven Produktion: Für ihr Stück ALBUM verbindet Choreografin/Tänzerin Naïma Mazic zusammen mit der iranisch-kanadischen Musikerin Golnar Shahyar neun von oder für Frauen komponierte Jazzstücke zu einer dramaturgischen Konzertreise – zwischen New Yorker Clubs, Wiener Schlafzimmern und persönlichen Erzählungen. Gemeinsam erkunden sie das ambivalente Verhältnis von Muse und Künstlerin – zwischen Inspiration, Macht und den Widersprüchen weiblicher künstlerischer Existenz.

 

Abschlussparty

Zum Abschluss des Festivals heißt es Party: Gemeinsam mit der Nightline des Crossing Europe Festivals 2026 wird am 30. April ab 22:30 Uhr im Foyer Großer Saal „Tanz“ als universelle Sprache gefeiert!

Das neue Festivalformat setzt auf Innovation und Austausch: Von experimentellen Solostücken bis zu großen Ensembleproduktionen, von improvisierten Sessions bis zu partizipativen Projekten – die postdancingdays26 bieten Raum für künstlerische Freiheit und gesellschaftliche Reflexion.“ Silke Grabinger, Festival-Kuratorin

 

Infos und Tickets:

www.posthof.at/festivals/postdancingdays26